Plauen. Die Wasserballer des SVV Plauen haben zum Auftakt der Zweitligasaison 2026/27 eine Niederlage hinnehmen müssen. Gegen den favorisierten Duisburger SV 98 unterlagen die Vogtländer am Samstagabend im heimischen Stadtbad mit 11:20 (1:4, 3:7, 4:4, 3:5). Trotz des deutlichen Ergebnisses gab es auf Plauener Seite positive Ansätze, auf denen die Mannschaft im weiteren Saisonverlauf aufbauen kann.
Die Gäste unterstrichen früh ihre Qualität und erspielten sich im ersten Viertel eine 4:1-Führung. Auch im zweiten Abschnitt fand Duisburg häufiger den Weg zum Tor und baute den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 11:4 aus. Die Plauener standen damit bereits zur Pause vor einer schwierigen Aufgabe. Sie ließen sich jedoch nicht entmutigen und hielten nach dem Seitenwechsel besser dagegen: Das dritte Viertel gestalteten die Gastgeber mit 4:4 ausgeglichen. Den Schlussabschnitt entschied Duisburg wiederum mit 5:3 für sich und machte den Auswärtssieg perfekt.
Für Trainer Gergely Kovács fiel die Bewertung dennoch keineswegs durchweg negativ aus. Mit dem Einsatz und der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft war er zufrieden. Die Vogtländer nahmen die Herausforderung an, arbeiteten als Team und zeigten immer wieder gute spielerische Ansätze. Auch angesichts des Rückstands blieb die Bereitschaft erkennbar, dagegenzuhalten und eigene Akzente zu setzen.
Deutliche Kritik übte Kovács dagegen am Umschaltverhalten in die Verteidigung. Zu häufig gelang es den Plauenern nicht, nach eigenen Angriffen rechtzeitig wieder defensiv geordnet zu sein. Dadurch eröffneten sich den Gästen Möglichkeiten zu einfachen Kontertoren. Gerade gegen die individuell starken und erfahrenen Duisburger erwiesen sich diese Situationen als besonders kostspielig: Der Favorit erkannte die Lücken und nutzte sie konsequent aus.
Aus Sicht des Trainers hätte der SVV die Begegnung mit schnellerem Rückzug und klarerer Zuordnung deutlich günstiger gestalten können. Darin liegt zugleich ein konkreter Ansatz für die weitere Trainingsarbeit. Die Mannschaft muss ihre guten Phasen stabilisieren und dem Gegner weniger einfache Treffer ermöglichen.
Auch wenn aus dem ersten Ligaspiel keine Punkte hervorgingen, besteht für die Vogtländer deshalb kein Anlass, den Mut zu verlieren. Die Saison ist noch lang und die gezeigte Einsatzbereitschaft bietet eine gute Grundlage für die kommenden Aufgaben.
Für besondere Vorfreude sorgt unterdessen die Auslosung im Deutschen Pokal: Im Achtelfinale empfängt der SVV Plauen den deutschen Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 aus Berlin. Das Weiterkommen durch den knappen Sieg gegen Neustadt beschert Mannschaft und Fans damit ein echtes Highlight im Stadtbad. Für die Achtelfinalrunde ist der 14. November vorgesehen – ein außergewöhnlicher Wasserballabend gegen eines der namhaftesten Teams Deutschlands steht bevor.
Foto: Anja Eilenberg





