U14-Wasserballer sammeln in Szolnok wertvolle Trainingserfahrung, stärken den Teamgeist und nehmen viele besondere Erinnerungen mit nach Hause!
Mit dem Zug und einer großen Portion Vorfreude starteten am Sonntagabend, 18. Oktober 2026, am Plauener Hauptbahnhof 11 Kinder, 1 Trainer und 1 Betreuer in das U14-Trainingslager nach Ungarn. Die Reise führte zunächst nach Dresden und von dort über Budapest weiter nach Szolnok. Dabei kann man die Anreise inklusive einer Nacht im Zug und Schlafen im Sitzen schon als kleine erste Herausforderung betrachten. Doch der Einsatz sollte sich lohnen.
Intensive Trainingstage mit den ungarischen Gastgebern
In Szolnok erwarteten die Mannschaft sehr gute Trainingsbedingungen mit einer großen Halle und viel Trainingszeit im Wasser. Bereits im Vorfeld hatte das Trainerteam einen Plan für die fünf gemeinsamen Tage aufgestellt. Am Montagnachmittag stand bereits die erste gemeinsame Wassereinheit mit der ungarischen Mannschaft auf dem Programm.
Von Dienstag bis Freitag wurde dann intensiv gearbeitet: Vormittags absolvierten die Kinder jeweils eine zweistündige Trainingseinheit, am Nachmittag kamen fast immer noch einmal rund zweieinhalb Stunden Training im und außerhalb des Wassers hinzu.
Besonders wertvoll war dabei das gemeinsame Training mit der ungarischen Mannschaft. Beide Teams kannten sich bereits von der gemeinsamen Woche beim HABAWABA in Italien, wo man sich immer wieder begegnet war. In Szolnok konnten die Kinder diese Bekanntschaft weiter vertiefen. Trotz intensiver Zweikämpfe im Wasser verstanden sich die Jungs sehr gut. Gleichzeitig lernten sie neue Trainingsübungen kennen und sammelten bei langen Trainingsspieleinheiten viel Spielerfahrung. So gab es reichlich neuen Input aus der ungarischen Wasserballschule.
Digital Detox: Karten statt Smartphone
Das Trainingslager sollte aber nicht nur sportlich etwas bringen. Trainer und Betreuer gaben die Handys deshalb jeweils nur zeitweise frei. Die gemeinsame Woche wurde damit ganz bewusst auch für etwas „Digital Detox“ und zur Förderung der direkten Kommunikation untereinander genutzt. Langeweile kam dabei keineswegs auf. Abends wurden die mitgebrachten Spiele ausgepackt und beispielsweise Werwolf oder Skat gespielt. Und wer verlor, musste seine „Spielschulden“ einlösen. Dabei zeigten die Kinder durchaus Kreativität: Mal ging es per „Schubkarre“ oder „Rad“ quer durch die Hotellobby, mal wurden Liegestütze eingefordert, selbstverständlich unter den wachsamen Augen der Gewinner, die zählen durften. Auch Personen mit aufgesetzter Wasserballkappe am Bahnhof soll es gegeben haben.
Nach den anstrengenden Trainingstagen wurde so im Hotel noch gemeinsam gespielt, bevor es meist nicht allzu spät ins Bett ging. Denn spätestens am nächsten Morgen wartete bereits die nächste Trainingseinheit.
Zentrifuge, Flugzeugmuseum und Entspannung im Thermalbecken
Neben dem Sport blieb auch etwas Zeit, weitere Seiten Ungarns kennenzulernen. Bereits am Freitagnachmittag nutzte die Gruppe die Zeit in Szolnok für einen Besuch im Flugzeugmuseum.
Dort wartete mit einem dreiminütigen Zentrifugaltraining noch eine ganz besondere Herausforderung. Wer das überstanden hatte, den konnte wohl so schnell nichts mehr ans Limit bringen. Zum Abschluss des Tages ging es im Thermalbecken entspannt zu.
Zwischenstopp in Budapest mit Kultur und Lángos
Am Samstagmorgen begann bereits kurz nach 9 Uhr die Rückreise aus Szolnok. Da der Zug Richtung Heimat erst gegen halb acht am Abend abfuhr, blieb noch genügend Zeit für einen Aufenthalt in Budapest. Die Gruppe nutzte die Gelegenheit, um viele wichtige Sehenswürdigkeiten der ungarischen Hauptstadt zu besichtigen. Auch die kulinarische Seite durfte natürlich nicht fehlen: Lángos für alle gehörte zum Budapest-Programm dazu. Und sicherlich landete bei dem einen oder anderen auch noch ein kleines Andenken im Rucksack, nachdem das Taschengeld in Forint investiert worden war.
Die anschließende Bahnfahrt brachte erneut eine etwas unkomfortable Nacht mit sich und verlief durch Verspätungen nicht ganz nach Plan. Deshalb sprangen zwei Väter ein: Ein herzliches Dankeschön an André und Alexander, die die Mannschaft Sonntag früh in Chemnitz abholten und nach Hause fuhren. Am späteren Sonntagvormittag waren schließlich alle wieder daheim.
Diese Woche hat nicht nur viel gebracht, sie hat auch allen Beteiligten viel Spaß gemacht.
Auch das Fazit des Trainers Steven Fischer fällt positiv aus: „Eines der besten Trainingslager, die ich bisher begleiten durfte“. Die zwei täglichen Wassereinheiten gemeinsam mit dem ungarischen U13-Team brachten viele neue Erfahrungen. Insbesondere beim Zweikampfverhalten konnte sich die Mannschaft deutlich weiterentwickeln. Hotel, Verpflegung und Sportstätten boten optimale Rahmenbedingungen, sodass das Team nun mit Zuversicht auf die Vorrunde des deutschen Pokals blicken kann. Auch als Mannschaft haben die Jungs in der Woche gut harmoniert. Vor allem aber bleibt eine Woche in Erinnerung, die sportlich wie menschlich viel gebracht hat.
Danke an Steven Fischer und René Weise, die das Trainingslager organisiert und begleitet haben.
Danke an die Gastgeber in Szolnok für die tollen Bedingungen und die gemeinsame Trainingszeit.
Die Mannschaft am Abreisetag vollständig versammelt am Dresdner Bahnhof

Zusammen mit den Gastgebern

Hier ein paar Eindrücke der Trainingslagerwoche





