Plauen. Spannend bis zum Schluss, hart erkämpft und am Ende mit großem Jubel belohnt: Die Wasserballer des SVV Plauen haben ihr erstes Pflichtspiel der neuen Saison gewonnen. Am Samstagabend besiegten die Vogtländer den SC Neustadt an der Weinstraße im heimischen Stadtbad mit 15:14 (3:5, 6:2, 2:4, 4:3) und sicherten sich damit den Einzug in die nächste Runde des Deutschen Pokals. Für den neuen Cheftrainer Gergö Kovács war es ein erfolgreicher Einstand – allerdings auch ein Spiel, das deutlich machte, wo sich seine Mannschaft noch steigern muss.
Die Voraussetzungen waren nicht einfach: Gleich zwei wichtige Spieler fehlten den Plauenern zum Auftakt. Ihr Ausfall machte sich im Zusammenspiel bemerkbar und erschwerte es dem SVV, den gewohnten Rhythmus zu finden. Gegen hartnäckige Neustädter entwickelte sich eine enge Begegnung, in der die Gastgeber vor allem über Kampfgeist und Zusammenhalt Lösungen finden mussten.
Zunächst hatten die Gäste die Nase vorn. Nach dem ersten Viertel lag Plauen mit 3:5 zurück. Im zweiten Abschnitt gelang den Vogtländern jedoch die Wende: Mit sechs eigenen Treffern bei nur zwei Gegentoren drehten sie die Partie und gingen mit einer 9:7-Führung in die Halbzeitpause. Die erhoffte Sicherheit brachte dieser Vorsprung allerdings nicht. Neustadt ließ sich nicht abschütteln, gewann das dritte Viertel mit 4:2 und stellte vor dem Schlussabschnitt auf 11:11.
Damit blieb der Ausgang völlig offen. Auch im letzten Viertel trennten beide Mannschaften nur Kleinigkeiten. Die Plauener hielten als Team dagegen und entschieden den Abschnitt mit 4:3 für sich. Nach dem knappen 15:14-Erfolg war die Erleichterung entsprechend groß: Der erste Sieg war geschafft, das Weiterkommen gesichert.
Bei aller Freude über den Erfolg fiel die sportliche Bewertung dennoch differenziert aus. Zu häufig unterliefen den Gastgebern Fehler, die sie eigentlich vermeiden können. Gute Phasen waren vorhanden, doch über die gesamte Spielzeit fehlte noch die nötige Konstanz. Die personellen Ausfälle erschwerten die Aufgabe, erklären aber nicht alle Probleme.
„Ich freue mich sehr, dass wir mein erstes Pflichtspiel gemeinsam gewonnen haben. Mit dem Ergebnis bin ich glücklich, mit unserer Leistung noch nicht durchgehend zufrieden. Wir haben Fehler gemacht, die uns normalerweise nicht passieren sollten. Gleichzeitig haben wir gezeigt, worauf wir aufbauen können. Jetzt müssen wir daran arbeiten, unsere guten Ansätze zuverlässiger ins Wasser zu bringen“, schätzt Kovács die Partie ein.
Bereits in der kommenden Woche wartet mit dem ersten Ligaspiel gegen Duisburg 98 die nächste Aufgabe vor heimischem Publikum. Der Pokalsieg gibt den dafür nötigen Rückenwind. Zugleich hat die enge Partie aber auch gezeigt, dass für eine erfolgreiche Ligasaison weitere Fortschritte nötig sind. „Wir nehmen die Freude über diesen Sieg mit, aber wir wissen auch, dass wir uns verbessern können und müssen“, betont Kovács abschließend.
Foto: Anja Eilenberg





