Die Wasserballer des SVV Plauen haben sich bei ihrem ersten Auswärtsspiel der Zweitligasaison teuer verkauft, mussten die Heimreise aber ohne Punkte antreten. Beim starken Düsseldorfer SC unterlagen die Vogtländer am Samstagabend mit 9:12 (5:4, 0:2, 1:2, 3:4). Nach einem überzeugenden Start brachten vor allem der zwischenzeitliche Verlust der spielerischen Struktur und eine lange Unterzahlphase die Plauener um die Chance, sich für ihren großen Einsatz zu belohnen.

Dabei begann die Begegnung aus Sicht des SVV vielversprechend. Obwohl zwei Stammspieler krankheitsbedingt fehlten, fanden die Gäste schnell ins Spiel. Die Mannschaft arbeitete konzentriert zusammen, agierte strukturiert und setzte im Angriff gute Akzente. Mit einer 5:4-Führung nach dem ersten Viertel verschafften sich die Plauener eine gute Ausgangsposition.

„Wir sind gut in die Partie gekommen und haben als Mannschaft genau die Ruhe und Struktur gezeigt, die wir uns vorgenommen hatten. Trotz der beiden Ausfälle waren wir von Beginn an da und haben unsere Möglichkeiten genutzt“, beschreibt Trainer Gergö Kovacs den gelungenen Auftakt.

Im zweiten Viertel ging diese Sicherheit jedoch zunehmend verloren. Die Plauener wurden hastiger, fanden offensiv seltener klare Lösungen und blieben in diesem Abschnitt ohne eigenen Treffer. Düsseldorf nutzte die Phase, um die Begegnung zu drehen und mit einer 6:5-Führung in die Halbzeit zu gehen. Auch im dritten Viertel tat sich der SVV zunächst schwer, wieder an das geordnete Zusammenspiel der Anfangsphase anzuknüpfen. Vor dem Schlussabschnitt lagen die Vogtländer mit 6:8 zurück.

Gegen Ende des dritten Viertels fanden die Gäste wieder besser zusammen. Mehr Bewegung und aktivere Zusammenarbeit im Angriff sorgten dafür, dass die Plauener erneut gefährlicher wurden. Auch im letzten Abschnitt kämpfte die Mannschaft darum, den Rückstand aufzuholen. Eine Hinausstellung auf Plauener Seite, die vier Minuten in Unterzahl nach sich zog, erschwerte dieses Vorhaben allerdings erheblich.

Dennoch gab sich der SVV nicht auf. Die Mannschaft hielt mit großem Einsatz dagegen und suchte weiter ihre Chancen. Am Ende blieb es bei einer Niederlage mit drei Toren Unterschied – angesichts der personellen Ausfälle und der langen Unterzahl ein respektables Ergebnis, das die Enttäuschung über die verpassten Punkte jedoch nicht vollständig aufwiegen konnte.

„Die Mannschaft hat bis zum Schluss alles gegeben. Natürlich ärgert es uns, dass wir im zweiten und dritten Viertel unsere Struktur verloren haben. Aber wir haben uns wieder gefangen und auch unter schwierigen Bedingungen weitergekämpft. Es ist schade, dass dieser Aufwand am Ende nicht belohnt wurde“, bilanziert Kovacs.

Für die kommenden Aufgaben nehmen die Vogtländer damit sowohl Zuversicht als auch einen klaren Arbeitsauftrag mit: Die Qualität, um gegen starke Gegner mitzuhalten, ist vorhanden. Zeit zur Erholung bleibt allerdings nicht. Schon am nächsten Wochenende wartet die Sensation im Deutschen Pokal auf die Plauener: Sie treten zu Hause gegen den deutschen Rekordmeister aus Spandau an!

Foto: Anja Eilenberg